Haßberge

Die Haßberge sind ein bis 512 m hoher Mittelgebirgszug nördlich des Mains in Unterfranken, Bayern. Das Hügelland wird durch das Maintal von seinem Schwestergebirge, dem Steigerwald getrennt. Die Randhöhen beider Waldgebirge fallen steil zum Main hin ab. Zwischen Ebelsbach und Haßfurt durchstößt der Fluss das Bergland in einem breiten Durchbruchstal und schafft so eine bequeme Verbindung zwischen dem Obermain und dem fruchtbaren Mittelmaingebiet.
Ein Wahrzeichen der Haßberge: Die Bettenburg bei Hofheim (Stahlstich, 19. Jahrhundert)
Das Hügelland der Haßberge vom Osthang des Zeilberges bei Maroldsweisach. Links der Bildmitte erkennt man den markanten Vulkankegel des Brambergs
Typische Haßberglandschaft bei Ebern. Blick vom ehemaligen Standortübungsplatz nach Süden auf die Zeilberge. Im Hintergrund der fränkische Jura

Die Haßberge sind zentraler Teil des Naturparks Haßberge, dessen ausgedehnte Mischwälder von zahlreichen Wanderwegen durchzogen werden. Der Naturpark erstreckt sich von der ehemaligen Zonengrenze bei Bad Königshofen bis zum Main bei Hallstadt. Jenseits des Mains schließt sich der Naturpark Steigerwald an.

Die Region Haßberge umfasst neben dem eigentlichen – naturräumlich klar abgegrenzten – Mittelgebirge auch das westliche Vorland und Teile des östlich anschließenden Itz-Baunach-Hügellandes (Zeilberge).

Ungewöhnlich ist der Reichtum des Landstriches an historischen Burg- und Schlossanlagen, von denen über 40 als Ruinen erhalten blieben oder noch bewohnt werden. Mehrere ehemals stark befestigte Städte am Rand des Gebirges konnten sich ihre historischen Ensembles weitgehend bewahren.