Nassach

Das Haufendorf Nassach liegt auf 327 m ü. NN im Naturpark Haßberge südlich der Haßberge. Nachbarorte sind Wetzhausen, Friesenhausen, Aidhausen, Birnfeld, Kerbfeld und Happertshausen.

Nassach wurde vermutlich um 900 von aus dem heutigen Hessen stammenden Wehrbauern gegründet, die den Rennweg sichern sollten. In einer Urkunde von 1271 wurde der Ort erstmals genannt, als die Herrschaft von den Herren von Wildberg an die Grafen von Henneberg überging. Die schenkten ihr Gut 1353 dem Kloster Sonnefeld, das schließlich das ganze Dorf erwarb. Ab 1353 lag das Kloster im Herrschaftsbereich der Wettiner und somit auch Nassach als sächsische Exklave der späteren verschiedenen ernestinischen Fürstentümern. Dies waren Sachsen-Weimar (1565–1572), Sachsen-Coburg (1572–1633), Sachsen-Eisenach (1633–1638), Sachsen-Altenburg (1640–1672), Sachsen-Gotha-Altenburg (1672–1680) und Sachsen-Coburg (1680–1696). Es folgte 1668 die Verpfändung Nassachs an die Fuchs von Bimbach, ab 1702 an die Truchseß von Wetzhausen. Nach der Einlösung 1788 ging der Ort bis 1826 auf Sachsen-Hildburghausen und von 1826 bis 1918 auf das Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha über. Mit dem Freistaat Coburg (1918–1920) kam Nassach schließlich zum Freistaat Bayern.

Am 1. Juli 1974 wurde die damals selbstständige Gemeinde im Zuge der Gemeindegebietsreform in die Gemeinde Aidhausen eingegliedert.

Happertshausen

Happertshausen liegt auf 284 m ü. NN im Naturpark Haßberge südlich der Haßberge. Nachbarorte sind Friesenhausen, Aidhausen, Kerbfeld und Nassach.

Happertshausen war ein fränkisches Königsdorf und ist eine der ältesten Haßgausiedlungen. Unter König Chlodwig I. entstand es im 6. Jahrhundert aus einer Militärstation. 1149 fiel es laut einer Königsurkunde von Konrad III. an das Hochstift Würzburg. In ältester Zeit zur Pfarrei Wettringen gehörend, wurde 1498 unter Fürstbischof Lorenz von Bibra eine eigene Pfarrei gegründet. Happertshausen bestand aus den Ortsteilen Ober- (13 Huben) und Unterhappertshausen (14 Huben). Im Dreißigjährigen Krieg hatte der Ort sehr zu leiden: 1650 verbrannten schwedische Reiter die Kirche, viele Häuser und ganz Unterhappertshausen.

Am 1. Mai 1978 wurde Happertshausen in die Gemeinde Aidhausen eingegliedert.

Friesenhausen

Im Jahre 824 schenkte Frieso dem Kloster Fulda Land in der heutigen Gemarkung Friesenhausens. Dies ist die erste urkundliche Erwähnung, die Wurzeln dürften jedoch in einer Zeit noch deutlich davor liegen. Im 18. Jahrhundert stieg der Ort zum Marktflecken auf. In der Zeit von 1521 bis 1940 herrschten mindestens sieben verschiedene Adelsgeschlechter über das Dorf.

Am 1. Mai 1978 wurde der Markt Friesenhausen in die Gemeinde Aidhausen eingegliedert.