Walchenfeld

Walchenfeld ist der kleinste Ortsteil der Gemeinde Bundorf und liegt in den Haßbergen (Bayern). Der Ort hat zurzeit 77 Einwohner und liegt rund 300 m über NN.

Stöckach

Stöckach war ein altes Lehensdorf des Hochstifts Würzburg und wurde erstmals 1340 urkundlich erwähnt. Der Ort ging als Lehen an viele Adelsgeschlechter. Von den Zollnern von Rottenstein kam das Dorf 1454 an den bischöflichen Hofmeister Georg Fuchs von Schweinshaupten. 1658 war Heinrich Ernst von Volgstädt in Besitz von Dorf und Rittergut. 1725 verkaufte es sein Nachfolger Dietrich Ernst von Volgstädt an die Herren von Hettersdorf. Diese ließen bis 1770 das Schloss Stöckach und die katholische Kirche erbauen. Möglicherweise zur Finanzierung verkauften sie 1770 das Dorf an die Familie von Drachsdorf, diesen folgten die Hutten zu Stolzenberg. 1908 war der Petersburger Gesandte Ernst Freiherr von Grunelius Schlossbesitzer. 1935 wurde das Gut durch die Bayerische Landessiedlung in selbstständige Bauernhöfe aufgeteilt. Das Schloss wurde 1730/33 von Ernst von Hettersdorf errichtet. Während der NS-Zeit wurde es als Arbeitsdienstlager für Frauen verwendet. Nach dem Krieg wurde das Schloss von 1946 bis 1952 als Altenheim genutzt. Ab 1955 war das Schloss längere Jahre Sitz des Fränkischen Theaters. Im Lauf der letzten Jahrzehnte wechselten mehrmals die Besitzer.

Am 1. Mai 1978 wurde der Ort in die Gemeinde Bundorf eingegliedert.

Schweinshaupten

Schweinshaupten ist seit 1978 ein Teil der Gemeinde Bundorf im Landkreis Haßberge in (Bayern). Der Ort hat eine Fläche von rund 6,7 km² und 220 Einwohner, damit also eine Bevölkerungsdichte von 36 Einwohnern je km². Schweinshaupten liegt an einer Staatsstraße (St 2284).

Schweinshaupten liegt auf 312 m ü. NN im Naturpark Haßberge nördlich der Haßberge und südöstlich von Bundorf.

Nachbarorte von Schweinshaupten sind Stöckach, Neuses, Dippach, Birkenfeld, Sulzbach, Walchenfeld und Eichelsdorf.

Entstehung und Bedeutung des Ortsnamens sind unbekannt. Schweinshaupten ist durch eine Urkunde von 1170 für die Zeit kurz vor 1057 erstmals bezeugt, als Markgraf Otto von Schweinfurt (der spätere Herzog Otto III. von Schwaben) den Ort Richard von Maßbach vermachte. Freie Geschlechter hatten dort Besitz, Herrschaft, Kapelle (vor 1104) und Schloss. 1408 verkaufte Aplo von Schweinshaupten seine Anteile an Gut und Schloss an Eberhard Fuchs von Hassfurt, dessen Söhne Georg und Hans die Doppel-Linie der von Fuchs in Schweinshaupten für sieben Generationen begründeten. Sie ließen 1447 die heutige Kirche, später den Turm und die Schule bauen. Ausgestattet mit Ämtern in Würzburg, Bamberg und zu Rittern geschlagen (1452/56), verwalteten sie von Schweinshaupten aus bis 1651 den Besitz in zeitweise über 20 Orten der Region. Hohe Gerichtsbarkeit und Marktrecht bestanden seit 1451. Im 19. Jahrhundert wurde die ritterschaftliche Herrschaft aufgelöst, so dass der seit 1563 protestantische Ort ab 1848 politisch selbstständig war, bis er am 1. Mai 1978 in die Gemeinde Bundorf eingegliedert wurde.