Rügheim

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort in einer Schenkungsurkunde des Klosters Fulda aus dem Jahre 814 n. Chr., die Ursprünge werden jedoch schon im 6. und 7. Jahrhundert vermutet. Seit dem 12. Jahrhundert war in Rügheim die Urpfarrei, Missions- und Mutterkirche für die im Umland liegenden Ortschaften.

Während der Reformation war Rügheim eine Keimzelle des evangelischen Glaubens, ironischerweise predigte der ehemalige Abt des Augustinerklosters in Königsberg als erster hier „evangelisch“, was selbst Bischof Georg IV. nicht verhindern konnte. Schon im Jahr 1527 wurden in der Rügheimer Kirche die ersten evangelischen Gottesdienste gehalten. 1809 wurde Rügheim Dekanatssitz.

Da die Fuchs von Rügheim evangelisch blieben, die Schaumberger aber katholisch, entschloss sich Veit von Schaumberg zum Bau eines eigenen Verwaltungssitzes, und so entstand ein weiteres bedeutendes Gebäude in Rügheim, der „Schüttbau“, der 1548 erstmals erwähnt wurde.

Während das Schloss, in dem seit 1720 der Ritterkanton Baunach seinen Sitz hatte, im Zuge der Säkularisation an Bayern fiel (der Vater des Dichters Rückert hat 1806/1807 als Territorialkommissar die „Abwicklung“ überwacht) und langsam baufällig wurde, zudem unter Einquartierung französischer Truppen gelitten hatte und schließlich 1816 auf Abbruch verkauft wurde, blieb der Schaumberg’sche Schüttbau erhalten und wurde nach der Eingemeindung Rügheims nach Hofheim restauriert.

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